Ein poetischer Bilderbogen nach einem türkischen Volksmärchen
Reservierungen bis:19.04.2019 14:00
Beginnt am:19.04.2019 20:00
Endet am:19.04.2019 21:15

Veranstaltungsort: COMEDIA Theater, Vondelstraße 4–8 50677 Köln

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Beschreibung

Textfassung: Irmgard Paulis nach Elsa Sophia von Kamphoevener

Musik: Feramuz Sancar

Empfohlene Altersgruppe: 8+ und für Erwachsene

Regie: Irmgard Paulis
Bühnenbild: Petra Korink (www.petrakorink.de)
Kostüme: Christine Mayer (www.mayer-berlin.com)

"Und so machte sich das Basilikummädchen auf den Weg, dem Beysohn nachzureiten. Verschleiert als Tuareg (so konnte sie sich unauffällig vollkommen verhüllen) traf sie sich - scheinbar zufällig - mit dem Beysohn auf dessen Reise. Sie spielte Tabla mit ihm und gab ihm sich selbst- als ihre eigene Sklavin- zum Pfand des Spiels. Der Bey, vollkommen verzaubert von ihrer Schönheit und ihrem Geheimnis (sie ließ ihr Gesicht verhüllt und sprach keinen Ton), gab ihr bei diesem Treffen ein Geschenk: eine Perlenkette..."

Die Inszenierung strebt keine folkloristischen Nachbildung an, sondern setzt um in emotionale Bilder und Situationen, die deutlich aus dem orientalischen Kulturkreis kommen, gleichzeitig aber archetypische Grundsituationen ausdrücken, die überall, unabhängig von Sprache und Kulturkreis, verstanden werden.
Das "Orientalische " in der Musik, mit Unterstützung durch Kostüm, Bild und Bewegung, verweist, genau wie einzelne türkische Sätze oder Lieder, auf den Ursprung der Geschichte als eine von "ganz weit weg", gleichzeitig als eine in ihrer Gefühlssprache vertraute, bekannte.

„Basilikummädchen“ ist ein „Frauenmärchen“.

„...Die Handlungsweisen der Heldinnen solcher „Frauenmärchen“ verstoßen ...gegen die gesellschaftliche Rollenverteilung, gegen religiös legitimierte Sitte, gegen tragende gesellschaftliche Werte.“

Das Basilikummädchen, die selbstbewußte Heldin unserer Geschichte ist so ein Mädchen. Sie riskiert alles, ist mutig, raffiniert und erfinderisch und erkämpft sich klug, listig und unerschrocken ihr Glück.

Basis unserer Textfassung ist das Märchen “Das Bazilikonmädchen“ in der Version von Elsa Sophia von Kamphoevener  aus dem Buch „An Nachtfeuern der Karawan-Serail“
Märchen und Geschichten alttürkischer Nomaden / erste Folge

Uraufführung: 9/1992, Türkisches Theater Hamburg;
Textfassung: Ulrike Johannson / Irmgard Paulis
Regie: Irmgard Paulis

Pressestimmen zur Uraufführung:

....„Eine orientalische Liebesgeschichte, welche die Grenzen überwindet zwischen arm und reich, Mann und Frau, Angst und Hoffnung. Traum und Wirklichkeit. Eine nicht nur orientalische Geschichte vom Abenteuer des Erwachsenwerdens und dem Mut, den es braucht, Abschied nehmen zu können. Abschied von der Kindheit, dem Trotz und der Rache. [...]
Riesiger Applaus für dieses orientalische Märchen um eine Gärtnerstochter und einen Prinzen.“
(Hamburger Morgenpost, 28.09.92)

.....„Die zeitgenössische Erzählung des traditionellen türkischen Volksmärchens ist nicht spektakulär und pompös, sondern schlicht, humorvoll und treffend. Die Inszenierung lebt von der brillanten Darstellung der sechs Schauspieler, die nicht ohne Augenzwinkern diese Geschichte erzählen, und sie lebt nicht zuletzt von den orientalischen Klängen der beiden Musiker.“ (taz hamburg, 29.09.92)