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Rettung aus dem Orient - Spannende Geschichte für Kinder

14.10.2009
Kölnische Rundschau vom 07.10.2009
Rettung aus dem Orient

Spannende Geschichte für Kinder:
“Aladin und die gestohlene Wunderlampe“ im Arkadas Theater

Von Thomas Linden

Gemütliche Tage fristet die Wunderlampe auf einem Ikea-Regal im fernen Bagdad. Die Prinzessin Akasya (Neda Larinezhad) putzt sie blank, wenn ihr Ehemann Aladin (Aydin Isik) das Ding nicht gerade zum Fußballplatz genommen hat. Dabei weiß Aladin doch, dass er die Lampe und Dschin, den Geist, der in ihr haust, nicht als Glücksbringer benutzen darf.
Niemand darf die Wunderkräfte der Lampe zu seinem Vorteil nutzen. Das bringt auch die böse Hexe (Christine Gelder) im fernen Schwarzwald in Erfahrung, die mit Hilfe der Lampe Macht und Schönheit gewinnen möchte. „Aladin und die gestohlene Wunderlampe“ nennt Aydin Isik vom Theater Anadolu sein Theaterstück für Kinder, das europäische und orientalische Märchenmotive leichtfüßig miteinander verbindet. Wobei die Lampe wie die Figur eines Kindes eingesetzt wird, das alle Personen durch seine Anwesenheit beglückt und durch seine Entführung selbst den schwerfälligen Aladin zum Helden macht.
Rettung für alle naht aus dem Orient, mit dieser Botschaft erhält Isiks Inszenierung einen schmunzelnd-ironischen Unterton, der dem Spiel im Arkadas Theater seinen Reiz verleiht. Auch wenn das theatralische Handwerkszeug eher simple Ausstattung verrät und mit Slapstick und Verfolgungsjagden die Stimmung angeheizt wird: Isiks Inszenierung funktioniert dennoch. Großen Anteil am Gelingen haben freilich seine Schauspielerinnen.
Neda Larinezhad und Christine Gelder spielen selbstbewusste Frauen, die Kontur besitzen und wissen, was sie wollen. Das junge Publikum zeigt sich jedenfalls elektrisiert von diesem Märchenspiel, das Orient und Okzident augenzwinkernd in einen Dialog verwickelt.