Bühne der Kulturen drängt stärker ins Rampenlicht
Kölnische Rundschau
KÖKU Bühne der Kulturen drängt stärker ins Rampenlicht. Das Arkadas-Theater will mit neuer Leiterin sein Profil schärfen, Schulden abbauen und Publikum gewinnen.
"Wir gehören zu den privilegierten Häusern der Freien Theaterszene und stehen in der Verantwortung für die Unterstützung, die wir erhalten", erklärt Jürgen Wippich vom Vorstand des Arkadas Theater - Bühne der Kulturen. An selbstkritischen Tönen fehlt es nicht in dem Ehrenfelder Theater, das zu den ganz wenigen ausländischen Bühnen in Deutschland zählt. Gut hat man in der Platenstraße mit dem Kulturamt zusammengearbeitet, so dass die Bühne seit 2007 mit jährlich 125 000 Euro gefördert wird. Gleichwohl hat sie derzeit an die 26 000 Euro Schulden. Nun soll das Haus umstrukturiert werden. Lale Konuk hatte bislang zwar künstlerisch die Fahne hoch gehalten, aber in seiner Außendarstellung ließ die Bühne viele Wünsche offen. Nun soll der Service verbessert werden, und das Theater putzt sich heraus. Eine bequeme neue Bestuhlung wurde mit Hilfe des Stuttgarter Staatstheaters installiert.
Außerdem hat man mit Mithra Zahedi nun eine Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin mit großen Zielen. Manches klingt zwar noch arg blumig, wenn etwa das Theater als Friedensstifter beschworen wird. Aber im Hintergrund zeichnet die 48-Jährige schon erste Konturen für das neu aufgestellte Haus. Die Berliner Theaterwissenschaftlerin mit Erfahrungen an den staatlichen Bühnen in München und Wien lässt Politik und Kunst in monatlichen Gesprächsrunden aufeinander treffen. Für den 9. September ist eine Veranstaltung für die Freilassung von Dogan Akhanli angesetzt, der deutsche Autor türkischer Herkunft war am 10. August in der Türkei verhaftet worden. Und es wollen so viele Künstler für ihn auftreten, dass ein Anmeldestopp verhängt wurde.
Am 11. September steht in der Platenstraße "Ein sehr sanfter Abend" an. So heißt der Monolog von Pedro Kadivar über einen Mann, der mit dem Verlust seiner Arbeit einen ganz anderen Blick auf die Welt bekommt. Lesungen soll es verstärkt geben, der Tanz wird weiter eine Heimat haben, und die iranische Kultur stärkere Akzente setzen. Zudem will man über Köln hinaus Publikum anlocken. Denn allein bis Jahresende müssen noch 15 000 Euro an Spenden eingenommen werden.
04.09.2010
KÖKU Bühne der Kulturen drängt stärker ins Rampenlicht. Das Arkadas-Theater will mit neuer Leiterin sein Profil schärfen, Schulden abbauen und Publikum gewinnen.
"Wir gehören zu den privilegierten Häusern der Freien Theaterszene und stehen in der Verantwortung für die Unterstützung, die wir erhalten", erklärt Jürgen Wippich vom Vorstand des Arkadas Theater - Bühne der Kulturen. An selbstkritischen Tönen fehlt es nicht in dem Ehrenfelder Theater, das zu den ganz wenigen ausländischen Bühnen in Deutschland zählt. Gut hat man in der Platenstraße mit dem Kulturamt zusammengearbeitet, so dass die Bühne seit 2007 mit jährlich 125 000 Euro gefördert wird. Gleichwohl hat sie derzeit an die 26 000 Euro Schulden. Nun soll das Haus umstrukturiert werden. Lale Konuk hatte bislang zwar künstlerisch die Fahne hoch gehalten, aber in seiner Außendarstellung ließ die Bühne viele Wünsche offen. Nun soll der Service verbessert werden, und das Theater putzt sich heraus. Eine bequeme neue Bestuhlung wurde mit Hilfe des Stuttgarter Staatstheaters installiert.
Außerdem hat man mit Mithra Zahedi nun eine Geschäftsführerin und künstlerische Leiterin mit großen Zielen. Manches klingt zwar noch arg blumig, wenn etwa das Theater als Friedensstifter beschworen wird. Aber im Hintergrund zeichnet die 48-Jährige schon erste Konturen für das neu aufgestellte Haus. Die Berliner Theaterwissenschaftlerin mit Erfahrungen an den staatlichen Bühnen in München und Wien lässt Politik und Kunst in monatlichen Gesprächsrunden aufeinander treffen. Für den 9. September ist eine Veranstaltung für die Freilassung von Dogan Akhanli angesetzt, der deutsche Autor türkischer Herkunft war am 10. August in der Türkei verhaftet worden. Und es wollen so viele Künstler für ihn auftreten, dass ein Anmeldestopp verhängt wurde.
Am 11. September steht in der Platenstraße "Ein sehr sanfter Abend" an. So heißt der Monolog von Pedro Kadivar über einen Mann, der mit dem Verlust seiner Arbeit einen ganz anderen Blick auf die Welt bekommt. Lesungen soll es verstärkt geben, der Tanz wird weiter eine Heimat haben, und die iranische Kultur stärkere Akzente setzen. Zudem will man über Köln hinaus Publikum anlocken. Denn allein bis Jahresende müssen noch 15 000 Euro an Spenden eingenommen werden.
