Möglichst oft ausverkauft
Bühne der Kulturen will ein vielfältiges Programm bieten
BARBRO SCHUCHARDT (Kölnische Rundschau)
Viel vorgenommen hat sich Shirin Boljahn für die neue Spielzeit der Bühne der Kulturen (BdK), vormals Arkadas-Theater. Die junge Intendantin wird in den nächsten Wochen kreatives englischsprachiges Tanztheater für Kinder, deutsche, türkische, peruanische und russische Bühnenstücke, ein Solo von Alex Mello als Maler-Enfant terrible Basquiat, Jazz, Klezmer und ein Gastspiel des Pantomimen Alexej Mironov ("Cirque du Soleil") präsentieren.
Ganz "nebenbei" soll auch noch der Renovierungsstau des in die Jahre gekommenen Hauses in der Ehrenfelder Platenstraße abgearbeitet werden, das schon 2009 in heftige finanzielle Turbulenzen geraten war. "Durch die Zusammenarbeit mit dem Kölner Kulturamt konnten wir die Schließung abwenden, aber für die vom Bauamt verfügten Instandsetzungen sind wir dringend auf Spenden angewiesen", sagt der Grünen-Politiker Arif Ünal, Vorsitzender des BdK-Trägervereins. Shirin Boljahn (29), die in Nijmegen und Köln Kulturwissenschaften, Tanz- und Theaterpädagogik studiert hat, bemüht sich seit einem halben Jahr, das Theater konzeptionell neu auszurichten. "Der interkulturelle Ansatz ließ mein Herz hüpfen", erinnert sie sich an ihre Freude über ihre positiv beschiedene Bewerbung.
"Mit meinen sechs fest angestellten Mitarbeitern wollen wir einen atmosphärischen Raum der Begegnung verschiedener Kulturen und Kunstformen schaffen", erklärt Boljahn. "Ehrenfeld ist dafür der ideale Standort. Es ist ein junges Viertel, wo die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund offen sind für Ungewohntes - wofür man die Sprache nicht unbedingt verstehen muss."
Tanz ist ein wichtiges Element in der neuen Programmatik, die sich auf ein eigenes Ensemble mit einer Regisseurin und einer Theaterpädagogin stützt. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kooperation mit Ehrenfelder Institutionen wie zum Beispiel dem kultigen "Club Bahnhof Ehrenfeld" (der Eintrittskarten verlost) sollen die Gastspiele und Eigenproduktionen bekannter machen - schließlich will man den Künstlern in Zukunft eine Einnahmen-Mindestgarantie von 250 Euro bieten.
Dafür sollen möglichst viele ausverkaufte Vorstellungen von hoher Qualität sorgen. Einen Ausblick darauf bietet am kommenden Freitag (9. September) von 16.30 Uhr bis 22.30 Uhr ein kostenloses "Schnupper-Programm" mit Musik, Tanz, Kabarett (mit Aydin Isik, bekannt vom Horizont-Theater) und Theater. Dabei zeigen sechs Kölner Schauspieler einen Ausschnitt aus Gert Ledigs Stück "Faustrecht", das einen unsentimentalen Blick auf die ersten deutschen Nachkriegsmonate wirft (Premiere am 10. September, 20 Uhr).
08.09.2011
BARBRO SCHUCHARDT (Kölnische Rundschau)
Viel vorgenommen hat sich Shirin Boljahn für die neue Spielzeit der Bühne der Kulturen (BdK), vormals Arkadas-Theater. Die junge Intendantin wird in den nächsten Wochen kreatives englischsprachiges Tanztheater für Kinder, deutsche, türkische, peruanische und russische Bühnenstücke, ein Solo von Alex Mello als Maler-Enfant terrible Basquiat, Jazz, Klezmer und ein Gastspiel des Pantomimen Alexej Mironov ("Cirque du Soleil") präsentieren.
Ganz "nebenbei" soll auch noch der Renovierungsstau des in die Jahre gekommenen Hauses in der Ehrenfelder Platenstraße abgearbeitet werden, das schon 2009 in heftige finanzielle Turbulenzen geraten war. "Durch die Zusammenarbeit mit dem Kölner Kulturamt konnten wir die Schließung abwenden, aber für die vom Bauamt verfügten Instandsetzungen sind wir dringend auf Spenden angewiesen", sagt der Grünen-Politiker Arif Ünal, Vorsitzender des BdK-Trägervereins. Shirin Boljahn (29), die in Nijmegen und Köln Kulturwissenschaften, Tanz- und Theaterpädagogik studiert hat, bemüht sich seit einem halben Jahr, das Theater konzeptionell neu auszurichten. "Der interkulturelle Ansatz ließ mein Herz hüpfen", erinnert sie sich an ihre Freude über ihre positiv beschiedene Bewerbung.
"Mit meinen sechs fest angestellten Mitarbeitern wollen wir einen atmosphärischen Raum der Begegnung verschiedener Kulturen und Kunstformen schaffen", erklärt Boljahn. "Ehrenfeld ist dafür der ideale Standort. Es ist ein junges Viertel, wo die Menschen mit und ohne Migrationshintergrund offen sind für Ungewohntes - wofür man die Sprache nicht unbedingt verstehen muss."
Tanz ist ein wichtiges Element in der neuen Programmatik, die sich auf ein eigenes Ensemble mit einer Regisseurin und einer Theaterpädagogin stützt. Eine verstärkte Öffentlichkeitsarbeit sowie die Kooperation mit Ehrenfelder Institutionen wie zum Beispiel dem kultigen "Club Bahnhof Ehrenfeld" (der Eintrittskarten verlost) sollen die Gastspiele und Eigenproduktionen bekannter machen - schließlich will man den Künstlern in Zukunft eine Einnahmen-Mindestgarantie von 250 Euro bieten.
Dafür sollen möglichst viele ausverkaufte Vorstellungen von hoher Qualität sorgen. Einen Ausblick darauf bietet am kommenden Freitag (9. September) von 16.30 Uhr bis 22.30 Uhr ein kostenloses "Schnupper-Programm" mit Musik, Tanz, Kabarett (mit Aydin Isik, bekannt vom Horizont-Theater) und Theater. Dabei zeigen sechs Kölner Schauspieler einen Ausschnitt aus Gert Ledigs Stück "Faustrecht", das einen unsentimentalen Blick auf die ersten deutschen Nachkriegsmonate wirft (Premiere am 10. September, 20 Uhr).
